Headhunter

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Was macht ein Headhunter? Definition:

Ein Headhunter arbeitet für ein Unternehmen, das für eine zu besetzende Führungs-/Fachposition nach qualifizierten Kandidaten sucht als Recruiter. Das Unternehmen legt dabei grob fest, wer für die vakante Stelle in Frage kommt. Der Headhunter (oder auch "Kopfjäger") wirbt passende Kandidaten dann gezielt für das Unternehmen an. Für seine Leistung wird der Headhunter vom Unternehmen bezahlt.

Auch oft gesucht: Personalberater, Personalvermittler, Executive Search-Berater, Personalsucher, Consultants


Was macht ein Headhunter?

Definition Headhunter und Unterschied zu Personalberater & Co.

Das Problem im Bereich der Personalberatung ist, dass es keine einheitlichen, genormten Definitionen gibt - so auch beim Begriff des Headhunters. Ursprüngliche wurde unter dem Begriff nämlich verstanden, dass der "Kopfjäger" gezielt einen vom Auftraggeber festgelegten Top-Manager von (Konkurrenz-)Unternehmen abwirbt. Es geht also darum, eine bestimmte qualifizierte Person zu gewinnen.
Heutzutage wird der Begriff Headhunter jedoch oft synonym zu Personalberater, Personal Consultant, Personalsucher oder Executive Search-Berater verwendet. Diese haben zur Aufgabe, generell qualifizierte Bewerber für ein Unternehmen anzuwerben und zwischen beiden Parteien - also Unternehmen und Kandidat - (bis zum Vertragsabschluss) zu vermitteln. Googelt man Headhunter, merkt man schnell, dass die Mehrheit darunter eben diese Berufsbezeichnung versteht. In diesem Artikel werden die Begriffe daher ebenfalls synonym verwendet.

Tätigkeit Headhunter

In Zeiten des Fachkräftemangels hat sich der Eingang qualifizierter Bewerbungen stark reduziert. Die passive Suche nach geeigneten Bewerbungskandidaten, zum Beispiel über das Schalten einer Stellenanzeige in einer Jobbörse, kann für Arbeitgeber in Deutschland daher nicht mehr die einzige Lösung sein, wenn es um das Thema Personalgewinnung geht. Gerade Top-Manager und gefragte Fachkräfte müssen anders rekrutiert werden. Eine Option im Personalmarketing ist das Headhunting, welches ein sogenannter Headhunter durchführt. Es zählt zum Active Sourcing, da die aktive Suche nach geeigneten Kandidaten in Auftrag gegeben wird.
Der Auftraggeber (Unternehmen) teilt dem Headhunter die vakante Stelle mit und welche Qualifikationen und Eigenschaften der Kandidat, der die Stelle besetzen soll, aufweisen muss. Daraufhin recherchiert der Consultant geeignete Bewerber (bspw. in einem Bewerberpool, über Social Media, Business Netzwerke oder seine persönlichen Kontakte). Der Headhunter spricht gezielt die seiner Meinung nach qualifizierten Personen an, meist per Telefon, manchmal auch per E-Mail. Zur Option steht auch die Kontaktaufnahme über Business Netzwerke wie XING oder LinkedIn (gerade dann, wenn E-Mail-Adresse und Telefonnummer des Kandidaten nicht bekannt sind). Solche Kontaktdaten können Headhunter durch ihr breites Netzwerk jedoch oftmals auf anderen Wegen herausfinden oder sie nutzen kleine Tricks - rufen beispielsweise in Abteilungen an, die mit Anrufen von Headhuntern nicht vertraut sind und dann direkt an den gesuchten Kandidaten durchstellen. In mehreren Telefonaten und auch persönlichen Gesprächen, sowie ausführliche Recherchen findet der Headhunter heraus, ob der gewählte Bewerber für die Position immer noch passend ist. Dabei fungiert er als Vermittler zwischen Unternehmen und Kandidat. Für diese Aufgabe erfordert es sehr viel Fingerspitzengefühl, da der Headhunter beide Seiten zufriedenstellen muss.
Bei seiner Arbeit steht für einen "Kopfjäger" Diskretion an oberster Stelle. Solange der Kandidat nicht großes Interesse zeigt, wird der Headhunter nicht preisgeben, von welchem Unternehmen er beauftragt wurde. Umgekehrt sind Headhunter gegenüber ihren Kunden loyal - werben also nicht deren eigenes Personal für andere Auftraggeber ab. Gegenseitiger Respekt, Diskretion und Vertrauen sind essentiell und machen eine seriöse Personalberatung aus. Zweifeln Sie bei einer Agentur bezüglich dieser Punkte, sollten Sie davon lieber die Finger lassen.

Wie werde ich Headhunter?

Eine richtige Headhunting-Ausbildung gibt es nicht. Als Basis für den Job dient jedoch meist ein Studium im Bereich Psychologie oder Personalmanagement. Um anschließend als Trainee in einer Headhunting-Agentur eingestellt zu werden, sollte man jedoch auch erste Praxiserfahrung im Lebenslauf vorweisen können. Diese Praxiserfahrung kann man z.B. bei Praktika oder einem Werkstudenten-Job im Bereich Active Recruiting sammeln. Als Trainee in einer Headhunting-Agentur lernt man dann die Arbeitsweisen und Techniken eines Headhunters von Grund auf kennen und kann sich so über die Jahre zum Headhunter weiterentwickeln.
Manchmal ist es auch möglich, "Kopfjäger" zu werden, ohne als Trainee angefangen zu haben. Das geht dann, wenn man schon mehrere Jahre Erfahrung im HR-Bereich gesammelt hat und sich nun bei einer Weiterbildung für den Headhunter-Job ausbilden lässt.
Die Aus- und Weiterbildung zum Headhunter reicht jedoch allein nicht aus, um den Job erfolgreich zu meistern. Als Headhunter braucht man auch einige Softskills. Wichtig sind folgende Eigenschaften:

  • hohe Kommunikationsfähigkeit und Überzeugungskraft, um Bewerber für das Unternehmen zu gewinnen
  • hohe Ausdauer, da man bspw. viel Zeit am Telefon verbringt und natürlich auch mit Rückschlägen umgehen können muss
  • gutes Zahlenverständnis, da auch beim Recruiting bestimmte Kennzahlen und Messwerte alltäglich sind

Doch was verdient man als Headhunter?

Einsteiger starten mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 37.300 Euro
Berufserfahrene erhalten im Schnitt 44.170 Euro pro Jahr
Als Führungskraft steigt das Gehalt auf etwa 78.000 Euro

Das Gehalt ist meistens auch von der Firmengröße abhängig. Je größer das Unternehmen, umso höher auch das Gehalt.
Zusätzlich zum Grundgehalt kommen Prämien bei erfolgreicher Arbeit hinzu. Die Prämien reichen von 4.000 bis 10.000 Euro jährlich.

Wie finde ich den richtigen Headhunter?

Es ist nicht nur schwer, den passenden Bewerber zu finden sondern auch den passenden Headhunter zu finden. Hier sind einige Tipps, was einen guten "Kopfjäger" ausmacht.

  • Der Personalberater verhält sich professionell und transparent
  • Er setzt auf Qualität statt Quantität
  • Er hat sich auf eine Branche spezialisiert und ist in diesem Gebiet Experte
  • Der Consultant kann langjährige Erfahrung in seinem Beruf vorweisen und verfügt daher über ein breites Netzwerk
  • Er kann sich in die Lage des Unternehmens gut hineinversetzen, weiß daher über die Anforderungen des Klienten Bescheid
  • Die Bezahlung des Headhunters erfolgt in einzelnen Tranchen während des Projekts

Wo finde ich einen guten Headhunter?

Die Frage ist nicht nur, was einen guten Headhunter ausmacht, sondern auch, wo dieser gefunden werden kann. Für die Suche nach einem passenden Headhunter gibt es verschiedene Möglichkeiten, z.B.:

Suche über Expertenportale

  • Consultingstar: Consultingstar verfügt über ein Branchenbuch mit Consultants verschiedener Beratungsfelder
  • Experteer: Bei Experteer gibt es Infos rund um die Headhunting-Branche und die Möglichkeit nach Consultants zu suchen

Ranking der besten Headhunter Deutschland

Viele Internetseiten, Magazine und Zeitungen (z.B. SPIEGEL, WiWo) erstellen (regelmäßig) Rankings zu den besten Headhunting-Agenturen in Deutschland. Hier kann ein guter Überblick über seriöse Personalberatungen für verschiedene Branchen gewonnen werden.

Hier ein paar Beispiele zu etablierten Headhunting-Agenturen:

Amrop

Amrop ist im Bereich Headhunting Marktführer in Deutschland und hat sich auf mehrere Industriebereiche spezialisiert. Zu den Spezialgebieten von Amrop gehören bspw. die Automobilindustrie, Konsumgüterindustrie oder der Energiesektor. Außerdem besitzt Amrop in Deutschland verteilt verschiedene Standorte, wodurch der persönliche Austausch mit dem Kunden erleichtert wird.

Kienbaum

Kienbaum zählt zu den bekanntesten Anbietern im Bereich Executive Search.

Suche über Suchmaschinen

Natürlich kann man auch einfach nach Headhuntern googeln. Dabei empfiehlt es sich, direkt nach einem auf die Branche (und Region) spezialisierten Headhunter zu suchen.

Was kostet ein Headhunter?

Es gibt verschiedene Bezahlmodelle bei Headhunting-Agenturen. Also, ob beispielsweise in verschiedenen Tranchen oder erst zum Abschluss des Arbeitsvertrags abgerechnet wird. Grundsätzlich kann jedoch gesagt werden, dass meist zwischen 22% und 27% des Jahreseinkommens der vakanten Stelle üblich sind. Bei Executive Search Dienstleistern (wenn also besonders nach Top-Managern gesucht wird) reicht der Anteil auch über 30% bei einem Minimum von 40.000 Euro. Bei der Besetzung von Fachpositionen sind im Normalfall 12.000 bis 20.000 Euro fällig.

Headhunter Risiko

Was machen, wenn ein Headhunter anruft?

Headhunter haben nicht gerade das beste Ansehen. Häufig haben Headhunter den Ruf unseriös zu sein. Das kommt nicht von ungefähr, denn auch in diesem Berufsfeld gibt es schwarze Schafe. Sie tummeln sich auf den sozialen Karriere-Netzwerken wie Xing und LinkedIn und kontaktieren dort mögliche Kandidaten. Eine Kontaktaufnahme via Xing & Co. hat den Vorteil, dass Kandidaten, wenn kein Interesse besteht, die Nachricht oder Anfrage einfach ignorieren können. Schwieriger wird dies, wenn Headhunter die Kandidaten ungefragt anrufen. Oftmals rufen Headhunter ihre Wunschkandidaten an ihrem Arbeitsplatz an. Für den Kandidaten kann es zu einem sehr unangenehmen Telefonat werden, insbesondere wenn man sich das Büro mit weiteren Kollegen teilt. Besonders dreist werden Anrufe von Headhuntern über die zentrale Telefonnummer der aktuellen Firma des Wunschkandidaten wahrgenommen. In solchen Fällen, lassen sich Headhunter abenteuerliche Geschichten einfallen, um mit dem Wunschkandidaten verbunden zu werden. Das mitunter aggressive Auftreten der Headhunter, lässt viele potenzielle Kandidaten und auch Auftraggeber zurückschrecken.

Beim Contingency-Modell besteht die Gefahr, dass Headhunter ausschließlich auf eine erfolgreiche Vermittlung aus sind, da Provision erst bei Vertragsabschluss bezahlt wird. Wenn das Ziel ausschließlich die erfolgreiche Vermittlung ist, stellt sich die Frage, wie intensiv sich der Headhunter mit den potenziellen Kandidaten im Voraus beschäftigt. Liegt ihm tatsächlich eine möglichst passgenaue Vermittlung am Herzen oder sind die Motive das Headhunter rein monetär getrieben? Drängt der Headhunter den Mandanten (Arbeitgeber) einen Kandidaten zügig einzustellen, ist dies ein Indikator, dass der Headhunter lediglich auf seine Vermittlungsprovision aus ist.

Alternativen zu Headhuntern

Wenn ein Arbeitgeber einen Headhunter beauftragt, gewährt es diesem tiefe Einblicke in die eigene Organisation. Headhunter haben damit vertrauenswürdig umzugehen. Allerdings ist es verständlich, wenn Unternehmen diesbezüglich kein Risiko eingehen wollen. Eine Active Sourcing Methode und Alternative zum externen Headhunter ist es daher, eine eigene Active Sourcing Abteilung im Unternehmen zu etablieren. Diese Abteilung übernimmt dann die Aufgaben, die sonst ein externer Recruiter ausgeführt hätte. Um diesen anspruchsvollen Job erfolgreich zu meistern, ist es sinnvoll, einen (ehemaligen) Headhunter direkt im Unternehmen anzustellen. Diese Person bringt ihre Erfahrung und ihr Wissen aus der Branche mit ins Unternehmen, welches also einerseits vom Wissenszuwachs profitiert, andererseits davon, dass keine Unternehmensinterna nach außen gelangen. Zudem werden Kosten gespart, da keine hohen Honorare an die Agenturen mehr fällig sind.

Headhunter in den Medien

Wie wird nach dem Begriff Headhunter in Medien gesucht und berichtet?

Suchmaschinen

Wonach suchen Leute, wenn sie sich für das Thema Headhunter interessieren? Hier ist eine Liste mit Suchvolumen und CPC-Wert (Cost per Click):

Suchanfragen zu Headhunter
Suchanfrage Volumen CPC
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Social Media

Wenn in Social Media von Headhuntern und Co. die Rede ist, werden folgende Hashtags verwendet: #headhunter #headhunting #personalberater #consultant

Google AdWords

Da Personalberatung und Personalsuche Dienstleistungen sind, die Agenturen verkaufen möchten, werden hierzu auch viele Anzeigen in Google geschaltet. Bspw. gibt es für die folgenden Keywords AdWords: Headhunter, Personalvermittler, Personalberater, Personal consultant, Headhunter finden, Headhunter Kosten

Printmedien

Headhunter sind in den Medien wie SPIEGEL, Süddeutsche und Co. ein brisantes Thema, das regelmäßig aufgegriffen wird. Dort finden sich zahlreiche Artikel zu den Consultants. Von "Wie finde ich den richtigen Headhunter" über "Headhunter sind ein Riskio" bis hin zu "Was Personalberater verdienen" wird vom SPIEGEL, der Zeit oder anderen Massenmedien gern über die Recruiting-Branche berichtet.

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