WDF*IDF: Funktion, Orientierungshilfe, Content

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aktualisiert am 25.06.2020 - 08:29:59
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WDF*IDF

Die WDF*IDF Analyse wird zur Suchmaschinenoptimierung von Online-Texten verwendet. Mit dem Verfahren lässt sich die Relevanz von Inhalten untersuchen und optimieren.

Frage/Definition: Was ist/sind WDF*IDF?
Auch oft gesucht: Termgewichtung



Bedeutung

Die Aufgaben von Suchmaschinen ist es, die relevanteste Webseite dem Suchenden auszuliefern. Die Relevanz bzw. Qualität des Inhalts einer Seite spielt daher eine große Rolle in der Suchmaschinenoptimierung. Um Texte für Google relevant zu gestalten, wird von vielen SEO-Experten, Textern und Webmastern die WDF*IDF Analyse verwendet. Mit WDF*IDF werden wichtige Begriffe im Zusammenhang zum Suchterm untersucht. So soll mit der Untersuchung nicht nur die Häufigkeit eines relevanten Keywords (wenn nötig) erhöhnt werden, sondern auch weitere übergreifende Suchterme gefunden und eingebaut werden.

Anwender

Adressaten von WDF*IDF-Analysen sind:

Das WDF+IDF-Verfahren ist besonders für den B2B für die digitale Markenführung (Absatz-Marke, Produkt-Marke, Meta-Marke) spannend sein, da schnell erkennbar wird, welche Marken bei entsprechenden Keywords entscheidend sind. Will ein Unternehmen demnach ein Top-Ranking erhalten, müssen diese Marken oftmals mit in den Content der Seite aufgenommen werden. Dies bedeutet demnach die Nennung des Wettbewerbs, was für B2B-Unternehmen unmöglich, für allgemeine Shops und Plattformen schon leichter ist.

Funktion

Karl Kratz - SEO Rankingfaktoren 2013 - OMCap 2012 zu WDF*IDF Termgewichtung

Die WDF*IDF Analyse berechnet, welche Begriffe in Bezug auf den Suchterm am häufigsten in den Texten der ersten Suchergebnisse benutzt werden. Da diese Begriffe häufig um den Suchterm auf den Top-Ergebnisse auftauchen, wird ihnen eine relevante Bedeutung für den Text nachgesagt. Für die Analyse werden die Begriffe nach dem relativen Aufkommen gewichtet. Die Ergebnisse der WDF*IDF Analyse werden in einem Diagramm dargestellt. Mit den Ergebnissen kann festgestellt werden:

  1. welche der aufgeführten Begriffe noch häufiger im eigenen Text vorkommen können/sollen
  2. welche schon zu viel eingesetzt wurden und
  3. welche noch komplett fehlen.

WDF*IDF-Wissen

Um das Thema - wenn an sich schon seit 1992 auf dieser Welt - hat sich Karl Kratz im Bereich Suchmaschinenoptimierung sehr verdient gemacht. Unter anderem aufgrund seines bedeutenden und für die Suchmaschinenoptimierung empfehlenswerten Artikel Termgewichtung w=WDF * IDF und ihre Auswirkung auf Online-Inhalte und SEO.

Der WDF-Wert (Within-Document-Frequency)

erläutert, wie oft ein Begriff in einem Dokument im Vergleich zu allen anderen Begriffen relativ gesehen vorkommt. Dazu wird die Keyword-Dichte einem Logarithmus zur Basis 2 versehen.

Der IDF-Wert (Inverse-Document-Frequency)

zeigt an, welche Gewichtung der Begriff im Vergleich zu allen anderen im Index gespeicherten Dokumenten besitzt.

Eine genaue Erläuterung zur WDF-Formel ist auf Wikipedia beschrieben.

WDF*IDF-Tools

WDF*IDF-Tool fehlerhaft
Fehlerhafte Analyse im WDF*IDF-Tool

Es gibt verschiedene SEO Tools zur WDF*IDF-Analyse. Folgende Tools bieten bieten die WDF*IDF-Funktionalität an:

  • Xovi: ein kostenpflichtiges Analyse-Tool für die Suchmaschinenoptimierung
  • die Website http://www.wdfidf-tool.com/: diese ist kostenfrei und funktioniert gelegentlich nicht; auf der Website zu finden sind:
    • das WDF*IDF Analyse Tool und
    • der WDF*IDF Texteditor
    • Erweiterung mit dem OnpageDoc
  • ryte WDF*IDF-Tool: die Homepage https://de.ryte.com/lp/wdf/ arbeitet nach demselben Pinzip wie die wdfidf-tool Homepag und bietet dazu noch einen Wettbewerbsvergleich an
  • seobility
  • SEOlyze
  • Searchmetrics

Vorteile und Nachteile

WDF*IDF einfach erklärt: WDF-IDF-Tool: Wie optimiert man Texte auf Relevanz? Hier wird WDF*IDF anschaulich am Beispiel der Tool-Anwendung erklärt.

Neben all den Vorteilen, wie das Erkennen fehlender, relevanter, zusammengehörender Suchterme, bietet das WDF*IDF-Tool auch einige Nachteile.

Bei den Tools kann es allerdings oftmals neben einer Nicht-Funktionalität zu weiteren Problemen bei der Ermittlung relevanter Suchterme kommen: Dadurch, dass bei den meisten Tools für WDF nur die ersten 10 Suchergebnisse von Google zu dem Hauptkeyword genutzt werden, ist die nötige Datenbreite nicht vorhanden. So sind Ausreißer und fehlende Suchterme nicht auszuschließen.

Probleme bieten sich dabei auch, wenn Shopping-Ergebnisse oder ähnliche Anfragen in den ersten Suchergebnissen auftauchen. Hierbei sind neben den relevanten Suchtermen auch irrelevante (wie bspw. Warenkorb) aufgeführt, die nichts zum suchmaschinenoptimierten Text beitragen, aber dennoch aufgelistet sind. Daher ist eine genaue Prüfung der angegebenen Suchterme bei der Optimierung nach WDF*IDF immer nötig.

Meinungen

Laut Sistrix-Chef Johannes Beus wird Sistrix nie ein WDF*IDF erhalten, da er nicht an das Verfahren glaubt.

Die induux Meinung dazu: Ja, Tools bieten mit der Berechnung von WDF*IDF kein exaktes Abbild der Realität, z.B. unter Einbezug aller im Web existierenden Dokumente, an. Aber: Bei genauer Betrachtung der Analyse-Ergebnisse in Zusammenhang mit einem Term-Verständnis der eigenen Begriffe, ist WDF*IDF eine sehr gute Orientierung für Redakteure beim Schreiben von suchmaschinenoptimierten Texten. Dieser Meinung schließen sich auch Unternehmen wie CONTENTmanufaktur, ryte oder die SEO-Küche an.

Fazit

WDF*IDF ist ein sinnvolles Tool zur Ergänzung der eigenen Texte und suchmaschinenoptimiertes Schreiben. Gerade bei News und aktuellen Themen ist ein ständiges Beobachten der Texte allerdings wichtig.

Bevor das Tool jedoch angewendet wird, sollte ein sog. Briefing erstellt werden, in dem die Anforderungen an den Text klar vorgegeben werden.

Auch neben der Nutzung des Tools und damit relevanter Suchterme, ist nach wie vor wichtig, dass:

  • Texte sauber und klar gegliedert sind
  • Texte für Leser und nicht Google geschrieben werden
  • Texte den Leser binden und nicht nur an erster Stelle bei entsprechenden Suchanfragen stehen

Denn: Google belohnt guten Content und stellt diesen über schlechte Inhalte.

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