Induktive Sensoren

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Was sind induktive Sensoren? Definition:

Induktive Sensoren erkennen berührungslos Metallteilen, z. B. Maschinenkomponenten.



Übersicht

Induktive Sensoren zählen zu den Positionssensoren. Diese Sensoren können sowohl als schaltende Sensoren (binär) als auch als analoge Sensoren (Wegmesssysteme - Wegsensor, Wegaufnehmer, Positionssensor) ausgeführt sein. Sie werden auch als Näherungssensoren oder Näherungsschalter bezeichnet.

Zielobjekte

Näherungssensoren erfassen und erkennen Objekte aus Eisen- und Nichteisenmetallen.

Typische Anwendungen

Eine typische Anwendung ist das berührungslose und damit verschleißfreie Erfassen von Endlagen von bewegten Maschinenteilen. Ein induktiver Näherungsschalter wird bei CNC-Maschinen als Endschalter eingesetzt, der bereits bei Annährung auf elektrisch leitfähige Materialien reagiert. Durch die Reaktion noch vor der Berührung der Teile wird ein Schaltvorgang aktiviert, ohne den Austausch eines direkten Kontaktes. Große Anwendung finden induktive Näherungsschalter neben der CNC Technik in der Automatisierungstechnik. Aber auch in Fahrbahnbelegen, Metalldetektoren und Ampelschaltungen kommen induktive Näherungssensoren zum Einsatz. In hochdruckfesten Bauformen erfassen induktive Näherungsschalter auch z.B. die Endlagen von hydraulischen Zylindern.

Aufbau

Grundsätzlich ist ein induktiver Näherungssensor in drei Funktionseinheiten aufgebaut. Die Einheiten setzen sich aus einem Oszillator, einer Auswerteeinheit und einer Ausgangsstufe zusammen. Die einzelnen Elemente der Funktionseinheiten nennen sich Ferritkern mit Spule, Oszillator, Demodulator, Komparator und Endschalter. Oszillator sowie Spule und Ferritkern sind mit einem elektromagnetischen Schwingkreis umgeben.
Natürlich können einzelne Bauelemente von Hersteller zu Hersteller variieren.
Der Schaltabstand von induktiven Näherungsschaltern ist physikalisch durch die Reichweite des Feldes begrenzt. Große Sensorbauformen haben große Schaltabstände. Bei Messing reduziert sich der Schaltabstand auf ca. 40%.

Funktionsweise

Von der aktiven Oberfläche der Näherungssensoren wird ein oszillierendes elektromagnetisches Feld abgestrahlt. Zielobjekte aus Metall, die in das Feld gelangen, nehmen aufgrund des Wirbelstromeffekts eine geringe Menge an Energie von dem Oszillator auf. Wenn die Energieübertragung einen Schwellenwert erreicht, wird die Zielobjekterfassung bestätigt und der Sensorausgang ändert seinen Zustand.

Dieses kurze Video demonstriert die grundlegende Funktion eines induktiven Näherungssensors:

Funktionsprinzip eines induktiven Näherungssensors]

Typischer Schaltabstand

Der Messbereich beträgt abhängig von der Bauform und Baugröße des Sensors zwischen maximal 0,5mm bis 50mm. Die Reaktion eines induktiven Näherungssensors hängt vom Schaltabstand ab. Beeinflusst wird der Schaltabstand vom Material des sich nährenden Gegenstandes sowie von der Konstruktion des induktiven Sensors. Da sich elektromagentische Spannungen nur bei Teilen ändern, die das Energiefeld schwächen, muss das Material des Objektes elektrisch leitfähig sein. Das Objekt muss somit aus Metall sein.

Die Sensoren nutzen den Effekt der Güteänderung eines Resonanzschwingkreises,der durch Wirbelstromverluste in leitenden Materialien hervorgerufen wird. Ein LC-Schwingkreis erzeugt ein hochfrequentes Wechselfeld. Gelangt ein elektrisch leitfähiges Material in das Feld, so entstehen nach dem Induktionsgesetz Wirbelströme, die dem Schwingkreis Energie entziehen. Dadurch verkleinert sich die Schwingungsamplitude. Diese Änderung wird in ein Schaltsignal umgesetzt. Aus dem Funktionsprinzip folgt, dass sämtliche Metalle erfasst werden.

Bauformen

BES Gehäuse.jpg

Induktive Näherungssensoren werden in vielen verschiedenen Gehäusebauformen angeboten. Typische Bauformen von Näherungsschaltern sind runde (M4, M5, M8, M12, M18 und M30) oder quaderförmige Gehäuse.

Drei wichtige Fakten

1. Die Größe des Zielobjektes ist entscheidend

BES Ziel.jpg

2. Der Werkstoff des Zielobjektes beeinflusst den Schaltabstand

BES Werkstoff.jpg

3. Bei Annäherung aus verschieden Richtungen ändert sich der Schaltabstand

BES Anfahrkurve.jpg

Vorteile induktive Sensoren

Neben induktiven Näherungssenoren erfüllen mechanische Endschalter den gleichen Zweck. Allerdings haben induktive Endschalter einige Vorteile gegenüber mechanischen Endschaltern.

  • Bieten eine verschleißfreie und berührungslose Arbeitsweise
  • Hohe Schaltgenauigkeit und Schaltfrequenzen
  • Schmutzunempfindlich
  • Unempfindlichkeit bei Erschütterungen und Vibrationen. Diese Aspekte sind vor allem bei Arbeiten mit CNC-Maschinen wichtig.
  • Temperaturbereiche von -60° Grad bis +450° Grad sind möglich

Induktive-Sensoren Angebote



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