Motorschutzschalter

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Was ist ein Motorschutzschalter? Definition:

Motorschutzschalter dienen als Schutzeinrichtung für Elektromotoren. Häufig werden Motorschutzschalter in der Praxis alternativ auch als Geräte- und Leitungsschutz genutzt.

Auch oft gesucht: Leistungsschalter, Motorschutz


Funktion und Aufbau von Motorschutzschaltern - vom "Elektriker" verständlich dargestellt.

Grundlegendes

Motorschutzschalter werden u.a. für Drehstrommotoren hergestellt. Dabei müssen die Ströme überwacht werden. Dies geschieht entweder thermisch-mechanisch (Bimetall), thermisch-elektrisch (PTC) oder elektronisch (Strommessung). Falsche Anschlüsse an das Stromnetz ohne Motorschutzrelais führen zu Schäden durch Überlast oder Ausfällen eines Leiters.

Grundsätzlich sollen Motorschutzschalter also Elektromotoren vor Überlast schützen. Dabei gibt es noch verschiedene zusätzliche Hilfsmittel. So können auch Unterspannungsauslöser integriert sein oder Hilfskontakte wie Meldeleuchten eingebaut werden.

Funktion und Aufbau

Beispiel eines gängigen Motorschutzschalters

Zu überwachende Aspekte sind für den Motor: Überlast, Nichtanlauf oder Ausfall eines Außenleiters (bei Drehstrom). Die gängigen und meist verwendeten Motorschutzschalter sind 3-polig und werden manuell per Hand ein und ausgeschaltet.

Motorschutzschalter verfügen über eine thermische Auslösung, in der Regel ein Bimetall, zum Schutz der Motorwicklung vor Überhitzung (Überlast). Der thermische Auslöser des Motorschutzschalters wird auf den Nennstrom “In” des Motors eingestellt. Zudem sind die meisten Schalter noch mit einem elektromagnetischen Auslöser versehen. Dieser schützt vor einen Kurzschluss; dieses Feature ist allerdings nicht Plficht für die Kennzeichnung als Motorschutzschalter.

Motorschutzschalter bestehen aus folgenden Einzelteilen:

  1. Schaltschloss: dient zum Ein- und Ausschalten der Hauptkontakte
  2. Hauptkontaktsystem: leitet den Strom verlustarm durch geringe Kontaktwiderstände
  3. Elektromagnetischer Überstromauslöser: schaltet bei der Überschreitung eines Stromwertes (Kurzschlussbereich)
  4. Thermischer Überstromauslöser: betriebsmäßige Überlastung durch Bimetallauslöser
  5. Löschkammer: Kühlung der Hauptkontakte
  6. Schlaganker: nur bei strombegrenzenden Leistungsschaltern enthalten
  7. Differentialauslöseschieber: nur bei Erhalt des Phasenausfallschutzes enthalten

Der richtige Motorschutzschalter

Die Wahl des richtigen Motorschutzschalters ist vom Nennstrom des anzuschliessenden Elektromotors anhängig.
Soll ein Motorschutzschalter den Überlastungsschutz und den Kurzschlussschutz für die Leitung und den Motor übernehmen, muss dieser nach der Norm DIN VDE 0113 am Anfang der Motorzuleitung eingebaut werden. Zwingend notwendig ist diese Funktion jedoch nicht

Die US-Normen für Motorschutzschalter einfach erklärt.

Weitere Schutzfunktionen

Neben dem Motorschutzrelais, das zur Kategorie der Überwachung der Stromzufuhr beim Elektromotor zählt, gibt es noch eine weitere Kategorie: die direkte Überwachung der Motortemperatur. Hierzu zählen:

  • Motorvollschutz
  • Bimetallschalter
  • Kaltleiter

Beide Schutzfunktionen werden manchmak miteinander kombiniert, wenn es z.B. um Lastläufe geht.

Hersteller von Motorschutzschaltern/-relais

  • Lovato Electric
  • Eaton Electric
  • OEZ Tschechien
  • ABL Sursum
  • Schneider Electric
  • Elektra
  • Avolta Elektro

Beispielrelais

  • BUZE Motorschutzschalter
  • ABL Schutzschaltgeräte
  • TeSys
  • SM1E von OEZ

Motorschutzschalter Angebote

Motorschutzschalter im Lieferanten- & Hersteller-Verzeichnis