Kostenanalyse - Durchführung, Methode, Anbieter

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Jana Könekamp
induux international
aktualisiert am 16.11.2020 - 11:28:50
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Kostenanalysen

Die Kostenanalyse befasst sich mit der Prüfung und Bewertung der Kostenstruktur, dem Verhalten der Kosten bei Beschäftigungsschwankungen sowie möglichen Einsparungspotenzialen. Kosten einzusparen ist in einem Unternehmen ein konsequenter Prozess.



Das Einsparen von Kosten und der effektive Einsatz von Ressourcen ist eine Daueraufgabe für jedes Unternehmen. Daher ist es wichtig eine Kostenanalyse zu betreiben um Transparenz zu schaffen und überflüssige Kosentreiber aufzuzeigen. Die Grundlage um Kosten einsparen zu können ist das Wissen über die relevanten Kostenstrukturen und die Sensitivität gegenüber Veränderungen. Diese Kenntnisse liefern die Methoden der Kostenanalyse.

Ziele der Kostenanalyse

  • Transparente Kostenstrukturen
  • Kostentreiber ermitteln
  • Einfluss von Veränderungen auf die jeweiligen Kostenpositionen erkennen
  • Einsatz von Ressourcen optimieren
  • Basis für die Preiskalkulation schaffen

Die klassische Kostenrechnung zeigt auf welche Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträger es gibt. Die für die Kostenrechnung verwendeten Modelle, Werkzeuge und Methoden können deshalb für die Kostenanalyse übernommen werden. Grundlage der Kostenanalyse sind die verschiedenen Kostenarten, deren Struktur und Entwicklung untersucht werden. Dadurch können die Gründe für eventuelle Kostenabweichungen im Vergleich zu anderen Zeitabschnitten aufgedeckt werden und Kostentreiber erkannt werden.

Kostenarten ermitteln

Zuallererst sollte zusammengestellt werden, welche Kostenarten anfallen. Dabei wird nach verschiedenen Bereichen unterschieden:

  1. Produktionsfaktoren: Material, Personal, Maschinen, Kapital, Dienstleistungen, Steuern
  2. Einzelkosten oder Gemeinkosten: Möglichkeit der direkten oder indirekten Zurechnung auf erzeugte Produkte
  3. Abhängigkeit von der Produktion oder Beschäftigungsgrad: Kosten, die abhängig von der Auslastung sind (variable Kosten); und Kosten, die unabhängig von der Auslastung anfallen und die sich nicht oder nur langfristig ändern lassen (fixe Kosten)

Nach Verrechnung der Kostenarten auf Kostenstellen oder Kosträger können weitere Möglichkeiten zur Kosteneinsparung ermittelt werden, wie bspw. Herstellkosten, Maschinenstundensatz oder Personalstundensatz. Wichtig werden an dieser Stelle Referenzwerte um einschätzen zu können, welche Kosten im Normalbereich liegen und welche Kosten den akzeptablen Bereich übersteigen.

Kostentreiber identifizieren

Oft ist es schwierig, unnötige Kostentreiber zu identifizieren. Darunter fallen solche Kosten, die eingespart werden können, ohne dass die Leistung sich tatsächlich verschlechtert. Sie entstehen dadurch, dass Abläufe nicht effektiv sind, dass falsche Materialien verwendet werden, dass Personal überflüssige Tätigkeiten durchführt oder Dinge produziert werden, die sich schlecht oder gar nicht vertreiben lassen.

Methoden der Kostenanalyse

Zur Identifikation dieser Kosten, gibt es bestimmte Methoden:

  • Total Cost of Ownership
  • Target Costing (Zielkostenrechnung)
  • Prozesskostenrechnung
  • Zero-Base-Budgeting
  • Gemeinkostenwertanalyse

Relevante Kostenbegriffe

  • Einzelkosten: Kosten, die direkt einem Bezugsobjekt (Produkt) zurechenbar sind; zum Beispiel: Materialkosten
  • Gemeinkosten: Kosten, die nicht direkt einem Bezugsobjekt zurechenbar sind; zum Beispiel: Kosten für einen Hausmeister
  • Variable Kosten: Kosten, die sich in Abhängigkeit von der Produktionsmenge oder des Beschäftigungsgrades ändern; zum Beispiel: Stromkosten
  • Fixe Kosten: Kosten, die unabhängig von der Beschäftigungslage konstant und unveränderlich anfallen; zum Beispiel: Miete
  • Kalkulatorische Kosten: Kosten, die nur rechnerisch anfallen; zum Beispiel: kalkulatorische Zinsen
  • Primärkosten: Kosten für Produktionsfaktoren die von extern bezogen werden
  • Sekundäre Kosten: Kosten der Produktionsfaktoren, die ein Unternehmen selbst herstellt
  • Istkosten: Tatsächlich in der Vergangenheit angefallene Kosten
  • Plankosten: Geplante (geschätzte) Kosten für die Zukunft
  • Vollkosten: Alle Kosten einer Zeitspanne oder eines Bereichs werden bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt (Einzelkosten und Gemeinkosten)
  • Teilkosten: Nur bestimmte Kosten einer Zeitspanne oder eines Bereichs werden bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt

Externe Kostenanalysen

Die Durchführung einer Kostenanalyse kann extern ausgelagert werden, wenn ein Unternehmen intern nicht über die erforderlichen Ressourcen verfügt.

Schulungen

Das benötigte Fachwissen für eine Kostenanalyse kann durch Schulungen oder Seminare gewonnen werden, die von externen Unternehmen angeboten werden.

Anbieter

costdata
costdata bietet externe Kostenanalyse auf Basis verfügbarer Informationen an. Dem Unternehmen werden Einspar- und Optimierungspotenziale transparent geliefert.

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