Digitaler Zwilling

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Definition, Aufbau und Anwendung von digitalen Zwillingen

Ein Digitaler Zwilling (Englisch Digital Twin ), ist die virtuelle Repräsentation eines realen Objekts oder Systems über den gesamten Lebenszyklus hinweg.
Synonym(e): Digitaler Doppelgänger



Digitaler Zwilling
Digitaler Zwilling: Schematisches Beispiel. Quelle: Identpro 🔍 Ins Bild klicken zum Vergrößern

Ein digitaler Zwilling bezeichnet die virtuelle Darstellung eines physikalischen Objekts oder Systems. Dabei besteht dieser aus Daten, Algorithmen und ggf. Sensoren. Diese sorgen dann dafür, dass die Daten in Echtzeit mit der realen Welt verglichen werden können. In der Intralogistik besteht die Aufgabe darin, die Leistung des Lagers oder eines entsprechenden Prozesses zu verstehen, vorherzusagen und zu optimieren.

Aufbau

Zur Funktion eines digitalen Zwillings gehört die ein reales Objekt, der virtuelle Zwilling und die Daten, die beide miteinander koppeln und zwischen diesen ausgetauscht werden. Durch Echtzeitdaten, die vom realen Objekt z. B. mittels Sensoren gesammelt werden, und beschreibender Algorithmen, kann der Zwilling im virtuellen Raum abgebildet werden.

Anwendungen

In der Produktionstechnik finden Zwillinge über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes Verwendung. Bereits beim Design kann so ein Produkt simuliert und getestet werden. Im weiteren Herstellungsprozess unterstützt der Digital Twin die Optimierung von Qualität und Effizienz. Während der Phase der Nutzung kann z. B. die Verfügbarkeit von Maschinen verbessert werden. In der Lagerhaltung kommt die Technologie zur intelligenten Steuerung von Lagerbewegungen zum Einsatz. Mittels RTLS (Echtzeit-Lokalisierung) können so z. B. Flurförderfahzeuge abgebildet werden. Auch in der Medizin kommen Simulationsmodelle zum Einsatz. So kann z. B. vom Patienten ein Abbild im virtuellen Raum zur Simulation von medizinischen Verfahren erstellt werden.

Angrenzende Themen: Analyst, Transform

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