Wärmebildkamera

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Technik, Vorteile und Nachteile von Wärmebildkameras

Eine Wärmebildkamera ist ein Gerät ähnlich einer herkömmlichen Kamera, die Infrarotstrahlung statt Licht empfängt. Eine Wärmebildkamera macht Wärmestrahlung sichtbar und zeigt so die Oberflächentemperatur von Objekten bildlich an.
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Wärmebildkamera
IS-TC1A.1 Wärmebildkamera Aufsatz für IS530.1 (Zone1/21). Quelle: ATEXshop

Wärmebildkameras sind bildgebende Messgeräte, ähnlich einer herkömmlichen Digitalkamera zur berührungslosen Temperaturmessung. Der Fachbegriff für diese Methode lautet Thermografie. Wärmebildkamerasysteme bestehen im Wesentlichen aus vier Komponenten: Linse, Detektor, Elektronik und Bildschirm.


Wie funktioniert eine Wärmebildkamera ?

Wärmebildkameras funktionieren nach dem Prinzip der Thermografie. Aufgebaut ist die Kamera im Prinzip wie eine normale elektronische Kamera für sichtbares Licht, die Sensoren unterscheiden sich aber in Aufbau und Funktionsweise je nach Wellenlänge. Außerdem wird hier ein Temperatursensor eingesetzt. Die Wärmestrahlung gelangt durch die Linse des Systems auf den Infrarot-Detektor als Sensor und funktioniert auch bei vollkommener Dunkelheit. Dieser wandelt die Infrarotstrahlen in elektrische Signale um. Die Elektronik errechnet daraus Temperaturangaben und macht diese auf dem Display als Wärmebild sichtbar. Das resultierende Bild auf der Anzeige ermöglicht, unterschiedliche Oberflächentemperaturen abzulesen, sowie warme und kalte Zonen sofort zu erkennen. Moderne Wärmebildkameras zeichnen sich durch eine einfache Handhabung, kurze Ansprechzeiten und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Sie liefern klare Bilder mit hoher Auflösung.

Wie funktioniert eine Wärmebildkamera - tec-check

Einsatzbereiche

Die Wärmebildtechnik hat sich zu einem wichtigen Diagnoseverfahren im Bereich der Baubranche sowie der mechanischen und elektrischen Instandhaltung entwickelt. Für Wärmebildkameras gilt es vielfältige Anwendungsgebiete bei der Feuerwehr, in der Baudiagnostik, Werkstoffprüfung, Elektronik, Elektrik und Sicherheit. FLIR Wärmebildkameras können die Temperaturverteilung einer gesamten Fläche überwachen. Im Unterschied zu einem punktuell arbeitenden Infrarot-Thermometer zeigt das Bild einer Wärmebildkamera wesentlich mehr Wärmeinformationen an. Durch Messung eines größeren Bereichs sinkt die Gefahr, einzelne kritische Punkte und Hotspots zu übersehen. Die Abkürzung FLIR steht für Forward Looking Infrared und kennzeichnet die nach vorn schauende Infrarot-Bildgebung.

In der Jagd

Auch sind Wärmebildgeräte dafür geeignet, Wiesen vor dem Mähen nach Rehkitz abzusuchen, um zu verhindern, dass diese durch den Mäher getötet werden. Einfache Wärmebildkameras für die Jagd sind bis 200 m Entfernung einsetzbar und liegen in einer Preisklasse von etwa 850–2000 €.

Anlageüberwachung

Die Thermografie ist bei der Beurteilung des Zustands von Maschinen und technischen Anlagen hilfreich. Anhand von Oberflächentemperaturen ist eine frühzeitige Erkennung von Abnutzung, Anomalien und Mängeln möglich. Weil FLIR-Wärmebildkameras berührungslos arbeiten, ist eine Anwendung auch im laufenden Betrieb möglich.

Typen

Thermografiekameras können in zwei Arten unterteilt werden:

  • Gekühlte Infrarotdetektoren
  • Ungekühlte Infrarotdetektoren

Vorteile

  • Die Temperaturverteilung einer großen Fläche kann gleichzeitig überwacht werden – ein Zeitvorteil gegenüber einer punktweisen Registrierung mit Thermometern.
  • Objekte verschiedener Temperaturen zeigen sich auch in dunkler Umgebung.
  • Feststellung der Umgebungstemperatur kann auch mittels Wärmebildkamera-Komponenten erfolgen.

Nachteile

  • Reflexionen stören die Genauigkeit
  • Bei Sonnenstrahlung oder feuchter Oberfläche sinkt die Messgenauigkeit.
Angrenzende Themen: Feuerwehr, Werkstoffprüfung, Dunkelheit, Feststellung

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