Stromvergleich

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Stormvergleich mit Portalen für Stromtarifvergleiche. Benutzung, Tarife.

Im Stromvergleich bieten Stromanbieter zusätzlich einen Sofortbonus an, den Sie im ersten Jahr zu Ihrem Tarif erhalten. Im Unterschied zum Neukundenbonus gewährt der Anbieter diesen Rabatt in der Regel bereits vier bis zwölf Wochen nach Lieferbeginn.
Synonym(e): Strompreisvergleich, Stromtarifvergleich



Strom wird teurer

Von Neukunden verlangen manche Anbieter hohe Preise. Einige Versorger nehmen gar keine neuen Kunden mehr an. Und auch den vorhandenen Kunden flattern reihenweise Preiserhöhungen ins Haus.

So lohnt es sich, zu prüfen, ob man durch einen Stromvergleich Geld sparen kann. Stromtarife zu vergleichen und den Anbieter zu wechseln lohnt sich vor allem, wenn der aktuelle Stromversorger den Preis deutlich erhöhen will – oder bereits erhöht hat. Auch während Energiekrisen gibt es noch den einen oder anderen günstigen Stromanbieter, der relativ wenig pro Kilowattstunde verlangt.

Warum ist Strom so teuer?

Nach oben treiben den Strompreis die Kosten für den Einkauf der Energie am Markt. Zum Vergleich: Kostete im ersten Halbjahr 2021 der Strom im Einkauf noch 5 bis 7 Cent pro Kilowattstunde, verdreifachten sich die Preise bis Dezember. Im ersten Halbjahr 2022 blieben die Preise an der Strombörse hoch – rund 19 Cent zahlten Lieferanten im kurzfristigen Einkauf für eine Kilowattstunde. Aufgrund der Gaskrise sind die Preise an der Strombörse aber noch weiter gestiegen und steuern zum Jahresende auf 50 Cent pro Kilowattstunde zu.

Was benötigt man für den Stromvergleich?

Wichtig für den Stromvergleich ist die letzte Jahresabrechnung. Um den besten Tarif zu finden, kann man Vergleichsportale im Internet nutzen, wie

  • Check24
  • Stromauskunft.de
  • Stromvergleich.de
  • Verivox

Tipp: Vergleichsportale zeigen die eigene Ersparnis zunächst im Vergleich zum Anbieter mit den meisten Kunden vor Ort (Grundversorger) an. Man stellt den Vergleich besser so ein, dass er die Ersparnis zum eigenen tatsächlichen derzeitigen Stromtarif anzeigt.

Achtung: Jahrelang galt, dass der Stromtarif vom Grundversorger sehr teuer ist. Doch in der aktuellen Energiepreiskrise kann es sein, dass der Grundversorger die günstigste Option darstellt. Man sollte in dem Fall in den sogenannten Grundversorgungstarif wechseln, meist von den örtlichen Stadtwerken.

Was muss beachtet werden?

Damit die Suche nach einem günstigen Stromanbieter mit einem Vergleichsrechner klappt und man am Ende wirklich die beste Ersparnis rausholt, muss man auf folgende Punkte achten.

  • eigenen Stromverbrauch kennen
  • vorsichtig sein bei Bonustarifen
  • weitere Stromtarife anzeigen lassen
  • optional für Ökostrom entscheiden

Eigenen Stromverbrauch kennen

Die Postleitzahl und ggf. den Stadtteil muss man angeben, da sich Strompreise regional unterscheiden können.

Vorsichtig sein bei Bonustarifen

Viele Anbieter versuchen, Neukunden zu gewinnen, indem sie ihnen im ersten Vertragsjahr einen Bonus auszahlen. Solche Bonustarife haben jedoch ein paar Risiken:

  • Durch die Bonuszahlung sind Tarife zwar im ersten Jahr günstig, anschließend zahlt man aber häufig drauf
  • Schlimmstenfalls passiert das, ohne dass man es merkt. Der Wegfall des Bonus nach einem Jahr gilt nicht als Preiserhöhung, weshalb der Versorger auch nicht darüber informieren muss
  • Im Ausnahmefall riskiert man, dem Bonus hinterherzurennen, weil manche Anbieter nicht von allein zahlen

Weitere Stromtarife anzeigen lassen

Die Vergleichsportale haben mit vielen Stromanbietern Verträge geschlossen: Das Portal bekommt dann Geld vom Stromanbieter, wenn man einen solchen Tarif abschließt. Manche Portale zeigen zunächst nur diese Angebote an, an denen sie etwas verdienen. Um mehr Tarife zu sehen, entfernt man den Haken bei „direkte Wechselmöglichkeit“.

Es kann sich auch lohnen, Tarife mit einer geringen „Weiterempfehlungsquote“ oder „Kundenempfehlungsquote“ anzeigen zu lassen. Möglich, dass es sich um einen neuen Anbieter handelt, der schlicht noch kaum Bewertungen bekommen hat.

Optional für Ökostrom entscheiden

Ist es einem wichtig, dass der Strom aus erneuerbaren Energiequellen stammt, kann in Vergleichsrechnern die Einstellung zum Ökostrom geändert werden. Nachhaltige Tarife tragen oft ein Gütesiegel wie „Ok-Power“ oder „Grüner Strom“. Dieses bescheinigt dem Anbieter unter anderem, den Ausbau der erneuerbaren Energien aktiv voranzutreiben.

Ökostrom kostet kaum mehr als konventioneller Strom. So gut wie immer ist Ökostrom günstiger als der Grundversorgungstarif, in den man standardmäßig eingestuft wird, sofern man sich nicht um einen Stromvertrag kümmert.

Weitere Kriterien

Vertragslaufzeit

Die Vertragslaufzeit sollte in normalen Zeiten höchstens zwölf Monate betragen, das ist auf den Portalen meistens auch so voreingestellt. Mittlerweile muss man aber sagen: Falls man noch einen günstigen Anbieter findet, sollte man überlegen, ob man nicht gleich einen Vertrag über zwei Jahre abschließt. Der Preis sollte natürlich für diese Zeit garantiert sein.

Nach Ablauf der ersten Vertragslaufzeit dürfen sich Stromverträge nicht mehr um lange Zeiträume verlängern, wie es vor 2022 üblich war. Mittlerweile kommt man nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit jederzeit mit einer Frist von einem Monat aus dem Vertrag raus.

Tipp: Erhöht der Anbieter den Preis, hat man ein Sonderkündigungsrecht und kann den Vertrag auch außer der Reihe kündigen. Die normalen Kündigungsfristen muss man dann nicht beachten.

Preisgarantie

Die Preisgarantie sollte mindestens so lange dauern wie die erste Vertragslaufzeit, in der Regel also mindestens zwölf Monate oder auch zwei Jahre. Viele Preisgarantien umfassen nur den reinen Strompreisanteil, nicht jedoch Steuern und Umlagen. Ändert sich etwa die Stromsteuer, dann ändert sich auch der Preis, ohne dass die Garantie verletzt wird.

Kündigungsfrist

Die Kündigungsfrist bei Stromtarifen ist auf einen Monat gedeckelt. Vorher waren oft auch sechs Wochen üblich.

Paket-Tarife, Vorauskasse, Kaution

Seinem Stromanbieter sollte man keine größeren Beträge im Voraus überweisen. Denn im Fall einer Insolvenz wäre das Geld weg.

Tipp: Falls man einen Balkon mit Süd-, Ost- oder Westausrichtung hat, kann man mit einem sogenannten Balkonkraftwerk den eigenen Ökostrom günstig produzieren. Damit wird man ein wenig unabhängiger vom Energieversorger und steigenden Strompreisen.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ein Stromvergleich lohnt sich in aller Regel, weil die Anbieter oft ihre Preise ändern. Hat man noch einen älteren Vertrag mit einem niedrigen Preis und einer Preisgarantie, sollte man seinen Stromtarif so lange wie möglich behalten.

Erhöht der Versorger den Preis, kann man versuchen, zu einem günstigeren Stromanbieter zu wechseln. Dabei hilft ein sogenannter Stromvergleich (eigentlich: Stromtarifvergleich). In der aktuellen Energiepreiskrise kann es allerdings sein, dass der aktuelle Stromversorger die günstigste Option bleibt.

Zum Stromvergleich eignen sich Vergleichsportale wie Check24 und Verivox. Die Einstellungen der Vergleichsrechner sollte an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.