Tee

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Tee
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Sorten & Wirkung von Tee. Grüntee, Weißtee und Co
Letzter Autor: Veikko, . Zum Verlinken: https://wiki.induux.de/Tee

Tee wird aus den Blättern, Knospen oder Stängeln der Teepflanze (Camellia sinensis) gewonnen und ist ein beliebtes heißes Aufgussgetränk. Weiter gefasst wird auch von Tee gesprochen, wenn das Getränk aus Pflanzenteilen anderer Pflanzen (wie Kräuter oder Früchte) besteht.



Teesorten

Es gibt vielfältige Teearten und Mischungen mit den außergewöhnlichsten Geschmacksrichtungen. Kein Wunder - der Teekonsum ist weltweit sogar noch höher als der von Kaffee. Im Folgenden werden einige besonders beliebte Teesorten vorgestellt.

Schwarztee

Bei der Herstellung von schwarzem Tee werden die Teeblätter fermentiert. Durch die Oxidation erlangen sie ihre schwarze Farbe. Der Geschmack von Schwarztee ist je nach Sorte und Anbaugebiet unterschiedlich - oft sind die Geschmacksrichtungen kräftig und würzig.

Schwarzer Tee Ziehzeit

Wenn Schwarztee anregenden wirken soll, sollte man ihn nicht länger als drei Minuten ziehen lassen. Möchte man eher einen beruhigenden Effekt, kann man ihn auch bis zu fünf Minuten ziehen lassen; die Gerbstoffe im Tee binden das Koffein, weshalb die Wachmacher-Wirkung mit längerer Ziehzeit nachlässt.

Grüntee

Grüner Tee wird nicht fermentiert. Dadurch behält er besonders viele wertvolle Inhaltsstoffe. Damit er nicht bitter wird, sollte man Grüntee nicht länger als drei Minuten ziehen lassen. Eine beliebte Sorte ist Jasmintee, welcher mit Jasminblüten gemischt wird. Auch der japanische Matcha verbreitet sich immer mehr. Die Geschmacksrichtungen von Grüntee reichen je nach Erntezeit, Herkunft und Frische der verarbeiteten Teeblätter von mild-blumig bis bitter-herb.

Weißer Tee

Weißer Tee wird ähnlich wie Grüntee hergestellt und zubereitet. Kurz nach der Ernte wird der Tee erhitzt und getrocknet, damit der Fermentationsprozess nicht einsetzt. Die hochwertige Sorte Yin Zhen wird in China in der Provinz Fujian hergestellt; sie gehört unter den weißen Tees zur teuersten Sorte mit besonders hoher Qualität.

Oolong Tee

Auch Oolong gehört zu den traditionellen sechs chinesischen Teesorten. Die Stärke der Oxidation lässt sich zwischen die von grünem und schwarzem Tee einordnen. Davon hängt auch der Geschmack ab - ein niedriger Oxidationsgrad sorgt für blumige, sanftere Aromen, während höher oxidierter Oolong Tee intensiver und würziger schmeckt. Oolong kann mehrere Male aufgegossen werden.

Gelber Tee

Gelber Tee weist einen niedrigen Fermentationsgrad auf, weshalb er gut für Magen und Verdauung ist. Zubereitet erhält er die honiggelbe Farbe und entfaltet je nach Sorte ein nussiges / kastanienartiges Aroma oder auch einen fruchtig-blumigeren Geschmack, der an Grüntee oder Oolong erinnert.

Pu-Erh Tee

Pu-Erh Tee ist fermentierter Tee, bei dem zwischen zwei Arten unterschieden wird: Sheng Pu-Erh und Shu Pu-Erh. Beim Sheng Pu-Erh reifen die Blätter auf natürliche Weise, weshalb der Fermentationsprozess eine gewisse Zeit dauert. Bei der Verarbeitung von Shu Pu-Erh wird nachgeholfen (Vorfermentierung). Dadurch ist der Herstellungsprozess deutlich kürzer. Pu-Erh Tee schmeckt intensiv – von erdig-holzig bis hin zu blumig-süß.

Kräutertee

Kräutertees sind eigentlich nur teeähnliche Erzeugnisse, da echter Tee laut Definition aus Pflanzenteilen der Teepflanze bestehen muss. Kräutertees enthalten Blüten, Blätter, Früchte und Wurzeln verschiedener Pflanzen, weshalb es zahlreiche Sorten gibt, zum Beispiel:

  • Pfefferminztee
  • Brennnessel
  • Ingwer
  • Kurkuma
  • Süßholzwurzel
  • Lavendel
  • Zitronengras
  • Rooibostee: Rooibos, auch als Rotbusch bezeichnet, ist eine Pflanzenart, die in Südafrika wächst. Die rote Farbe erhält der Tee erst nach der Fermentation.

Es gibt auch pflanzliche Arzneitees, welche unter das Arzneimittelgesetz fallen und auf der Verpackung gekennzeichnet sind. Beliebte Arzneitees sind z. B. Fenchel-Anis-Kümmel, Kamillenblüten und Johanniskraut.

Früchtetee

Auch Früchtetees sind nur teeähnliche Getränke. Sie enthalten in der Regel kein Koffein und bestehen aus getrockneten Früchten, Blättern oder Blüten. Die Ziehzeit ist etwas länger als bei echten Teesorten (6-10 Minuten). Früchtetees gibt es in vielfältigen Geschmacksrichtungen und Mischungen aus unterschiedlichen Früchten, bspw. Erdbeere, Hagebutte, Waldfrüchte, Apfel, Zitrone, Orange, Kirsche oder Pfirsich.

Tee Ziehzeit und Temperatur- Überblick

Je nach Teesorte und Qualität des Tees kann man ihn auch mehrfach aufgießen. Bei Schwarztee, Kräuter- und Früchtetees sind Mehrfach-Aufgüsse nicht üblich.

Wie lange muss ich Tee ziehen lassen und wie stark darf ich ihn erhitzen?
Teesorte Ziehzeit Ziehzeit bei mehreren Aufgüssen (traditionelle Zubereitung) Wassertemperatur
Schwarztee 3-5 Minuten 85-100°C
Grüntee Maximal 3 Minuten Etwa eine Minute (zwei bis drei Aufgüsse) 60-85°C
Weißer Tee 2-4 Minuten Ab dem zweiten Aufguss etwas länger ziehen lassen (zwei bis drei Aufgüsse) 70°C
Oolong Tee 3-4 Minuten 30-40 Sekunden pro Aufguss (drei bis vier Aufgüsse) 75-85°C
Gelber Tee 3 Minuten 1 Minute beim ersten Aufguss, danach etwa 20 Sekunden länger (drei bis sieben Aufgüsse je nach Sorte) 70-85°C
Pu-Erh Tee 3-5 Minuten 15 Sekunden beim ersten Aufguss, danach Steigerung bis ca. 3 Minuten (drei bis vier Aufgüsse) 80-95°C
Kräutertee 6-8 Minuten 95-100°C
Früchtetee 6-8 Minuten 95-100°C

Vorteile für die Gesundheit

  • Eine Langzeitstudie aus China zeigte, dass regelmäßige Teetrinker ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben; vor allem Grüntee sei gut fürs Herz (mindestens drei Tassen pro Woche)
  • Gut für die Verdauung: Jasmin-Tee, Anis-Fenchel-Tee und Löwenzahn Tee
  • Lavendel- oder Melissentee wirken beruhigend und sollen beim Einschlafen helfen
  • Kamillentee reinigt auf natürliche Weise den Mundraum und kann entzündungshemmend wirken
  • Es gibt Hinweise darauf, dass Tee, insbesondere grüner Tee, Krebserkrankungen vorbeugen kann
  • Tee ist aufgrund seiner leckeren vielfältigen Geschmacksrichtungen und wenigen bis keinen Kalorien eine tolle Alternative zu normalem Wasser, da ein Erwachsener mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit am Tag zu sich nehmen sollte

Tee gegen Halsschmerzen

Teeliebhaber aufgepasst: Bei Halsschmerzen oder anderen Erkältungssymptomen wie Husten und Schnupfen helfen vor allem Kräutertees. Also z. B. Tees mit Salbei, Thymian oder Kamillentee. Am besten bis zu zehn Minuten ziehen lassen, damit sich die positiven Wirkstoffe bestmöglich entfalten.

Tee gegen Übelkeit

Wer mit Bauchschmerzen oder Übelkeit zu kämpfen hat, sollte zu Pfefferminztee, Kamillen- oder Fencheltee greifen. Kamille und Fenchel beruhigen durch ätherische Öle den Magen und Pfefferminze kann den Brechreiz vorbeugen. Auch Teesorten mit Kümmel und Anis wirken verdauungsfördernd.

Tee gegen Sodbrennen

Auch bei dieser Beschwerde kann Kamillentee Abhilfe schaffen. Eine Teemischung aus Kamille, Eibisch und Malve soll besonders wirksam sein. Ebenso Tee mit Fenchel, Anis, Kümmel oder Süßholzwurzel hilft gegen Sodbrennen. In der Apotheke erhält man extra Arzneitees in höchster Qualität.

Auch für Fitnessbegeisterte ist Tee das perfekte Getränk, denn in den Blättern der Teepflanze kommt die Aminosäure L-Theanin vor. Diese wird gerne als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen, da sie laut Studien scheinbar Stress reduzieren sowie Konzentration und Aufmerksamkeit fördern kann.

Teeanbaugebiete

Tee hat seine Herkunft in China, welches auch heute noch das größte Anbaugebiet ist und Heimat vieler Teebauern. Weitere große Anbauflächen gibt es unter anderem in Japan, Indien, Vietnam, Taiwan, Sri Lanka, Indonesien, Kenia, Tansania und Kamerun. Der indische Teestrauch heißt Camellia assamica. Bekannte indische Tees sind z. B. Darjeeling, Assam und Sikkim Tee.

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