Erodieren/Funkenerodieren (EDM): Definition & Ablauf

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aktualisiert am 11.03.2020 - 16:46:54
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Erodieren

Das Erodieren ist ein abtragendes Fertigungsverfahren mit dem sich leitfähige Materialien bearbeiten lassen. Zu den leitfähigen Materialien gehören beispielsweise Werkzeugstahl und Messing. Durch elektrische Entladevorgänge zwischen einem Draht bzw. einer Elektrode und einem Werkstück, welches sich in einem nichtleitenden Medium befindet (deonisiertes Wasser), kann Material durch Funken abgetragen werden.

Frage/Definition: Was ist/sind Erodieren?
Auch oft gesucht: EDM, Funkenerosion



Vorgang

Erodieren leicht erklärt.

Das Werkstück (z.B. aus Metall) wird in einer nicht leitenden Flüssigkeit (Dielektrikum) bearbeitet. Werkzeug und Werkstück haben eine negative Spannung. Das zu bearbeitende Bauteil wird herangeführt. Dadurch kommt es zwischen Werkzeug und Werkstück zu fortlaufenden Entladungen und das Material wird abgetragen. Durch die entstehenden Funken spricht man von Funkenerosion oder Funkenerodieren. Das Elektrodenmaterial kann aus Kupfer, Messing, Graphit, Kupferlegierungen (meist mit Wolfram) und Hartmetall wählt werden. Das geeignete Material wird nach dem zu bearbeitenden Werkstoff ausgewählt.

Arten

  • Bohrerodieren - funkenerosiven Bohren
  • Drahterodieren - funkenerosiven Schneiden - Draht bildet Elektrode
  • Senkerodieren - funkenerosiven Senken - Elektrode als negative Form
  • Scheibenerodieren - Kupfer-, Kupfer-Wolfram- oder auch Graphit-Scheibe bildet rotierende Elektrode

Einsatzgebiete

Oft wird dieser Verfahren bei der Herstellung von Schnittwerkzeugen eingesetzt, die aus einem Werkstück herausgearbeitet wurden. Auch komplex geformte Teile, wie Spritzgussformen werden mit diesem Verfahren hergestellt.

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