Stammdatenmanagement, Master Data Management

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Jonathan Schuster
Libelle AG
aktualisiert am 07.05.2020 - 08:38:45
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Unter Stammdaten, englisch Master Data Management, werden in der betrieblichen Datenverarbeitung wichtige Grunddaten eines Betriebes verstanden, die über einen gewissen Zeitraum hinweg als relativ konstant anzusehen sind. Dazu zählen unter anderem Kunden-, Mitarbeiter-, Artikel-, Produktions- und Lieferanten-Stammdaten sowie Erzeugnisstrukturen.

Frage/Definition: Was ist/sind Stammdatenmanagement?
Auch oft gesucht: Master Data, Master Data Management, MDM, Personaldaten, Stammdatensätze, SAP Stammdaten, Stammdaten DSGVO, Master Data Quality, Stammdatenqualität, Stammdatenverwaltung



Erklärung Master Data Management



Herausforderungen Stammdatenmanagement

  • Zureichende und richtige Pflege von Stammdaten
  • Definition Aufgabenverteilung
  • Zuordnung der Stammdaten zu Fachbereichen
  • Korrekte, zeitnahe Erfassung neuer Stammdaten
  • Einhaltung DSGVO
  • Konsistenz, Doppelanlagen, Gültigkeitsdauer, konkretes Suchen und Auffinden
  • Verschiedene Varianten wie produktives oder nicht-produktives System

Stammdatenmanagement und DSGVO

Seit Inkrafttreten der DSGVO haben Kunden, Interessenten, Partner und nicht zuletzt auch Mitarbeiter das umgangssprachlich so genannte „Recht auf Vergessenwerden“. Diese können also regelmäßig nach Abschluss der geschäftlichen Transaktion die Löschung ihrer personenbezogenen Daten verlangen. Wie aber passt das mit den gesetzlichen Aufbewahrungspflichten zusammen?

In vielen Fällen wird hier mit ausgeprägten Archivierungs- und Berechtigungskonzepten gearbeitet. Zum Beispiel mit Programmen, die eine Anonymisierungskomponente sowie einen Datentresor beinhalten, in dem solche Daten auf Knopfdruck verschlüsselt abgelegt und sehr einfach zugriffsbegrenzt werden können.

Basis dafür sind als obsolet gekennzeichnete Datensätze. Dies sind solche Daten, die mit keinen aktiven Geschäftsvorfällen verbunden sind. Sollen bzw. dürfen diese nicht direkt gelöscht/archiviert werden, sondern müssen grundsätzlich weiterhin zur Verfügung stehen, kommt als Option der Datentresor zum Einsatz.

Stammdaten in Testsystemen

Abzugrenzen hiervon sind die nicht-produktiven Systeme wie z.B. Entwicklungs-, QA-, Konsolidierungssysteme, Schulungs- oder Projektumgebungen. Während bei den produktiven Systemen das oben beschriebene Recht auf Vergessenwerden besteht, verhält es sich bei den nicht-produktiven Systemen nicht so leicht. Aufgrund der absoluten Zweckbindung bei der Erfassung und Nutzung personenbezogener Daten gemäß DSGVO dürfen auf diesen in den meisten Fällen überhaupt keine sensiblen Daten verarbeitet werden. Um Geschäftsprozesse und -abläufe trotzdem sinnvoll  testen zu können wird hier häufig die DSGVO nicht ausreichend eingehalten und mit echten Daten getestet. Eine Lösungsmöglichkeit bietet hierfür eine logikkonsistente Anonymisierung der Echtdaten auf diesen nicht-produktiven Systemen.

Hersteller für Stammdatenmanagementlösungen

Neben der SAP SE selbst haben sich inzwischen einige Anbieter mit Lösungen unterschiedlicher Reifegrade und Einführungsaufwände im Markt etabliert, mit und ohne DSGVO-gemäßer Anonymisierung.

Übersicht weiterer Anbieter:

Libelle

Libelle führt in seinem Portfolio Softwarelösungen, mit denen Stammdaten einfach analysiert, geprüft und überarbeitet werden können. Außerdem dienen diese der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben.

ISO Gruppe

Die ISO-Gruppe führt Softwarelösungen, die ein Stammdatenmanagement ermöglichen.

Itelligence

Die Itelligence bietet ebenfalls ein Produkt zur vereinfachten Stammdatenpflege an.

ISB AG

Auch die ISB AG vertreibt Softwarelösungen für das Stammdatenmanagement in ihrem Leistungsportfolio.

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